08Dez/21

Good things happen slowly, bad things happen fast

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Doug Belshaw ist seit Jahren aktiv an der Entwicklung von Open Badges beteiligt. In diesem Rückblick („Reflecting on a decade of the Open Badges ecosystem“) nutzt er Gartners Hype Cycle, um zehn Jahre Badge-Entwicklung einzuordnen. Seine Stationen: Technology Trigger (2011–13), Peak of inflated expectations (2014), Trough of disillusionment (2015–16), Slope of enlightenment (2017–19) und Plateau of productivity (2020+). Für den deutschsprachigen Raum wäre ich jetzt mit dem Ausruf „mainstream“ noch vorsichtig. Aber das wachsende Interesse an Badges ist auch hierzulande nicht zu übersehen.

Wie auch immer: Doug Belshaw verlinkt im Artikel noch eine Reihe aktueller Projekte und Initiativen. Stichworte sind Open Badges 3.0, Comprehensive Learner Record (CLR) und eine Liste mit „badge issuing platforms“.

„One of the reasons I got involved in Open Badges a decade ago was because I wanted a world where young people, including my own children, could choose whether to go to university. With development such as CAYG and providers such as Multiverse enabling professional apprenticeships, I feel that we’re getting there.

But more than that, I feel like Open Badges and the work around it is enabling a world where a much wider and more diverse set of skills are valued. And that’s got to be something worth celebrating!“
Doug Belshaw, We Are Open Co-op/ Blog, 30. November 2021

08Dez/21

Alle Jahre wieder…: E-Learning-Adventskalender 2021

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Die Adventszeit hat wieder begonnen und die Tage bis Weihnachten werden fleißig gezählt. Dabei darf ein Adventskalender natürlich nicht fehlen. Zum Thema digitale Hochschullehre gibt es auch dieses Jahr wieder einige Adventskalender, die hinter 24 Türchen mit interessanten und nützlichen Tipps zur digitalen Lehre oder zur Erstellung und Gestaltung interaktiver und (barriere)freier Bildungsmaterialien überraschen. Hier finden Sie eine Auswahl. Viel Spaß beim Entdecken!

07Dez/21

Putting the Meh in MOOCs

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wie steht es eigentlich um die MOOC-Entwicklung? Martin Weller (Open University) hat drei Forschungspapiere gelesen und zusammengefasst (seine Reviews sind Teile eines Global OER/ Graduate Network-Dokuments). Die Lektüre hat ihn etwas ratlos gemacht. Was ist von den großen Versprechungen übriggeblieben? Oder ist es die Forschung, die über kleinteilige Studien nicht hinauskommt?

„We have online courses that don’t revolutionise employment, don’t democratise education and whose pedagogy is flawed. Of course, you could find examples to counter these, they weren’t selected to represent all MOOC findings. But they do feel typical of the sort of results we get now. And that should be a lesson for the next ed tech revolution – when it all washes out you’ll have some quite interesting findings, but hardly any of the initial claims will still be left standing. Vive la revolution.“
Martin Weller, The Ed Techie, 6. Dezember 2021

07Dez/21

Call for Abstracts für das Junge Forum Medien und Hochschulentwicklung 2022

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Vom 11. bis 13. Mai 2022 richtet das Referat für Lehrentwicklung und Hochschuldidaktik der Philipps-Universität Marburg das Junge Forum für Medien und Hochschulentwicklung (JFMH) aus. Die Tagung findet virtuell statt. Im Mittelpunkt steht das Thema „Kompetenzen im digitalen Lehr- und Lernraum an Hochschulen”. Der Call for Abstracts läuft bis zum 15.01.2022.

06Dez/21

„New Normal“ – ein gemeinsamer Weg!

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Untertitel hat mich neugierig gemacht: „Erkenntnisse und Einsichten nach der Corona Krise aus Sicht des Knowledge Management der Otto Group“. Juliane Dieckmann, Head of Otto Group Digital & Consulting Knowledge Management, schildert hier, wie der Konzern bzw. ihr Bereich sich in den letzten Monaten den neuen Rahmenbedingungen gestellt haben. Meine Zusammenfassung ihrer Erfahrungen: Man hat viele neue digitale Instrumente ausprobiert und sowohl ihre Vorteile (Schnelligkeit, Reichweite) wie auch die Herausforderungen (zunehmende Passivität, Unverbindlichkeit, fehlende Diskurse) kennengelernt. Deshalb wird man weder zum „old normal“ zurückkehren noch alle traditionellen Präsenz-Formate einfach über Bord werfen. Schließlich:

„Welche konkreten Ausprägungen und Standards das „New Normal“ in der post-Corona Arbeitswelt letztendlich mit sich bringen wird, und welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen, wird sich daher in den nächsten Monaten zeigen.“

Der Beitrag findet sich übrigens im Dossier „Wissensmanagement – NEW NORMAL“ der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), das zum KnowledgeCamp 2021 (#gkc21) herausgegeben wurde und offen im Netz zugänglich ist.
Juliane Dieckmann, Dossier „Wissensmanagement – NEW NORMAL“, Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), November 2021

06Dez/21

Wer in die Zukunft führen will, muss schon mal da gewesen sein – CLC-Projekt #MeinZiel22

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Corporate Learning Community (CLC) ist ein Raum, um gemeinsam Dinge auszuprobieren und so neue Erfahrungen zu sammeln und neue Kompetenzen zu erwerben. Auf dieser Grundlage, so die Überzeugung, kann man glaubwürdiger für neue Projekte, Themen und Haltungen in der eigenen Organisation eintreten. Um diesen gemeinsamen Erfahrungsraum zu füllen, veranstaltet die CLC regelmäßig Events wie BarCamps, MOOCs und pflegt regionale Netzwerke. Im nächsten Jahr soll das Projekt „#Mein Ziel22“ hinzukommen, das Karlheinz Pape in diesem Beitrag näher vorstellt.

CLC-Projekt MeinZiel22 startet im Januar
Stell dir schon jetzt die Frage, in welchem Feld Du Zukunfts-Kompetenz erwerben willst. Such Dir Themen, die Du Dir in 3 Monaten erschliessen kannst. Wahrscheinlich wird es in der großen Corporate Learning Community auch andere geben, die künftig in Deinem Gebiet unterwegs sein wollen. Gemeinsam lernt es sich ganz sicher leichter.“
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community/ Blog, 6. Dezember 2021

 

03Dez/21

MagentaWiki – strukturiert, offen, co-creative und in-the-Flow: ist das das neue Normal?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„Ich bin fest davon überzeugt, dass Wikis ein Werkzeug sind, um komplexes, dynamisches Wissen zeitgemäß und effizient zu handhaben.“ So leitet Christoph Greitemann von der Deutschen Telekom seinen Vortrag ein, den er vor ein paar Tagen auf dem KnowledgeCamp 2021 der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) gehalten hat. MagentaWiki ist überraschenderweise noch ein relativ junges, aber ambitioniertes Projekt. Es ist Mitte 2020 gestartet und umfasst heute in der englischen Version über 3.200 Themenseiten. Vorbild ist die Wikipedia und die Idee, dass es – wie in der Wikipedia – für jedes Thema nur eine Seite gibt. Funktionieren kann es, so der Initiator Christoph Greitemann langfristig nur, wenn immer mehr Mitarbeitende und Teams hingehen und das MagentaWiki ganz selbstverständlich in den Arbeitsalltag integrieren, um ihr Wissen zu dokumentieren.

Wer mehr zum Stichwort „Wikis“ wissen möchte: Es gab auf dem GfWM KnowledgeCamp 2021 noch den Vortrag von Simon Dückert: „Wikis im Wissensmanagement“.


Christoph Greitemann, Gesellschaft für Wissensmanagement, 26. November 2021

03Dez/21

Hacks, Tipps & Tricks zum Thema “Learning mit KI – die Zukunft ist bereits da”: Interview mit Dr. Daniel Stoller-Schai (HRM Hacks Podcast Episode #40)

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

KI und Bildung, das heißt, folgt man den Stichworten dieses Interviews, vor allem Effizienzsteigerung durch Automatisierung. Hinzu kommen neue Services, die bis heute so aufwendig sind, dass sie nie in der Breite umgesetzt werden konnten wie zum Beispiel individuelle Lernempfehlungen. Daniel Stoller-Schai gibt hier einen guten Überblick über verschiedene KI-Anwendungsfelder: vom automatischen Kuratieren von Lerninhalten, dem automatischen Generieren und Auswerten von Aufgaben und Tests, bis eben zu jenen Lernempfehlungen. Das Ganze verbindet er mit konkreten Tipps für Learning Professionals, die sich mit dem Thema KI auseinandersetzen wollen. Gefallen haben mir auch die Hinweise auf einzelne Startups, die hier schon aktiv sind.

Doch ein wichtiger Satz fällt aus meiner Sicht am Ende des Gesprächs, als es um die Auswirkungen der KI auf die Profession geht. Dort heißt es optimistisch: „Wenn ich als Learning Professional tatsächlich am Thema Lernen interessiert bin, kann ich mich wieder mehr auf Themen wie Pädagogik, Didaktik, Methodik, Gestaltung von Lernprozessen, Unterstützung von Lernprozessen fokussieren. Und bin befreit von den eher langweiligen Administrationsaufgaben der Vergangenheit.“ Ich hoffe, dass diese Rechnung auch so aufgeht.
Alexander R. Petsch, Gespräch mit Daniel Stoller-Schai, HRM.de, 18. November 2021

Bildquelle: geralt (pixabay)

02Dez/21

#Lernen auf einem neuen Level! Das ist uns wichtig!

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es ist (noch) nicht mehr als eine kurze Meldung. Aber da zwar viel über Learning Experience-Plattformen geschrieben wird, konkrete Unternehmensbeispiele aber häufig fehlen, kann eine kurze protokollarische Notiz nicht schaden. Sie betrifft Degreed, den derzeit prominentesten LXP-Anbieter, und die Volkswagen AG. Die Meldung stammt von Gunnar Kilian, Member of the Board of Management HR and Truck & Bus at Volkswagen AG. Auf LinkedIn schreibt er unter anderem:

„Übrigens: Degreed bündelt auf einer persönlichen Startseite personalisierte Angebote für unsere Kolleginnen & Kollegen. Neben klassischen Seminaren können das Beiträge aus Internet, 360° Volkswagen Net, YouTube oder #eBooks sein. 😎
Gunnar Kilian, LinkedIn, 1. Dezember 2021

Bildquelle: Gunnar Kilian

02Dez/21

Volkswagen setzt auf selbstbestimmtes Lernen und eine neue Lernkultur

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Volkswagen AG reiht sich ein in die Reihe der Unternehmen, die mit neuen Formen des selbstgesteuerten und kollaborativen Lernens experimentieren. Es geht um eine neue Lernkultur und eine aktivere Rolle der Lernenden. In der Case Study ist die Rede von „Learning Out Loud“ und für alle, die jetzt gleich an Working Out Loud (WOL) denken, heißt es:

„Einer der gravierenden Unterschiede zu WOL ist jedoch, dass die Teilnehmenden auch selbst lehren. Konkret: Sie sollen ihr Lernziel erreichen, indem sie für das Gelernte eine kleine Lerneinheit erstellen – ein digitales sogenanntes Learning Nugget –, das letztlich auch anderen Mitarbeitenden im Unternehmen zur Verfügung gestellt werden soll.“

Sieben Wochen dauert eine LOL-Lernreise. Die einzelnen Stationen werden im Beitrag kurz vorgestellt. Sechs LOL-Zyklen hat es bei Volkswagen bisher gegeben. Noch überlegt man, welche Zielgruppen man mit der Methode am besten ansprechen kann und ob bzw. wie man sie mit formalen Qualifizierungsangeboten verbindet, ohne das Potenzial der Methode gleich einzugrenzen.
Petra Walther, Personalwirtschaft, 30. November 2021

Bildquelle: Carvermittler (pixabay)