24Apr/19

Migros Klubschule befindet sich im Krebsgang – auch wegen Konkurrenz auf Social Media

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Unsere Schweizer Nachbarn haben die gleichen Probleme: Die klassischen Weiterbildungsanbieter – in diesem Fall die Migros Klubschule – müssen sich einer verstärkten Online-Konkurrenz stellen. Im Beitrag wird sogar ein neuer Mitspieler eingeführt: das Business-Netzwerk LinkedIn. Und was unternimmt die Klubschule? Man setzt auf das Bedürfnis der Teilnehmer, sich weiterhin vor Ort auszutauschen, punktet mit Trend-Themen wie „Klingonisch lernen“ (?!), will aber trotzdem das Angebot an Online-Kursen weiter ausbauen.
Benjamin Weinmann, Aargauer Zeitung, 24. April 2019   

24Apr/19

Online Course: Innovation Management

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Inzwischen ist es ja etwas ruhiger um MOOCs geworden. Was aber auch heißt: Unternehmen haben verschiedene Wege ausgekundschaftet, mit den neuen Formaten des Online-Lernens umzugehen. Einige wie zum Beispiel SAP haben eigene MOOC-Plattformen entwickelt; andere wie z. B. Swisscom führen interne MOOCs durch; und wiederum andere nutzen die entstandenen Kurs-Bibliotheken, um die eigenen Curricula zu ergänzen. Bayer wiederum hat zusammen mit St. George´s University of London gleich einen offenen MOOC entwickelt. Über FutureLearn, der MOOC-Plattform der Open University, können sich Interessierte anmelden. Der 3-wöchige Kurs „Managing Innovation: Learning to Prototype for Business” hat gerade, am 22. April 2019, begonnen.

Zwar bewirbt Bayer den Kurs auf den eigenen Karriere-Seiten. Aber meine Neugiere, etwas über das „wie & warum“ zu erfahren, wird dort nicht befriedigt.
Bayer, 22. April 2019

24Apr/19

Neue Lernwelt durch VR-Technologie

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Jonathan Harth, Lehrender an der Uni Witten/Herdecke, hat mit Studierenden Virtual Reality untersucht, konkret: „Es ging um das Erlernen von Anatomiekenntnissen. Wir haben verglichen, wie das Erlangen von Wissen durch analoge Quellen, beispielsweise durch Lehrbücher, im Gegensatz zum Lernen im VR-Bereich funktioniert.“

Die Ergebnisse sind eher vorläufiger Art und können kaum hochgerechnet werden: So lieferte das Lernen mit VR zum Beispiel rein statistisch keine besseren Lernergebnisse. Doch die Studierenden schätzten das neue Lernen, fanden es „konzentrierter und intensiver“. Wie immer ist weitere Forschung notwendig. Und vielleicht auch eine Schärfung der Fragestellungen („visuelle Lerntypen“?) Aber es mangelt nicht an Ideen …
CHECK.point eLearning, 22. April 2019 

Bildquelle: Hammer & Tusk (Unsplash)

24Apr/19

Call for Papers: Wozu Digitale Geisteswissenschaften? Innovationen, Revisionen, Binnenkonflikte

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Im Rahmen der DFG-geförderten Symposienreihe Digitalität in den Geisteswissenschaften findet vom 20. bis 22. November 2019 ein Symposium zum Thema „Wozu digitale Geisteswissenschaften: Methoden, Revisionen, Binnenkonflikte“. Das Symposium will Geisteswissenschaften und Digital Humanities in einen produktiven Dialog bringen. Hierfür werden bis 31. Mai 2019 Beiträge gesucht.

23Apr/19

Berliner E-Learning-Startup Skoove sammelt drei Millionen ein

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich glaube, ich habe die Lösung, eine App zum Lernen des Klavierspielens, vor einiger Zeit einmal gesehen, als Beta. Vielleicht hätte ich mal in das Projekt investieren sollen! Andere haben es jedenfalls getan. Skoove soll jetzt weltweit 100.000 Nutzer im Monat haben, das Abo kostet zwischen 9,99 und 19,99 Euro im Monat.

„Nutzer können in der App aus zehn verschiedenen Kursen wählen, etwa dem Anfängerkurs oder dem „Pop-Piano-Kurs“. Auf dem Smartphone oder Tablet sehen sie, welche Tasten sie auf ihrem Klavier oder Keyboard spielen müssen. Per Mikrofon des Endgeräts nimmt Skoove die Töne auf und analysiert sie. So erhält der Lernende Feedback.“
Pauline Schnor, Gründerszene, 16. April 2019

Bildquelle: Clark Young (Unsplash)

23Apr/19

Call for Papers: Workshop – Automatische Bewertung von Programmieraufgaben

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Zum vierten Mal findet dieses Jahr am 08. und 09. Oktober der Workshop „Automatische Bewertung von Programmieraufgaben“ (ABP2019) statt. Interessierte können bis zum 17. Juni 2019 in Deutsch oder Englisch verfasste Beiträge einreichen. Beiträge des wissenschaftlichen Nachwuchses und von Studierenden sind erwünscht.

23Apr/19

2019 Global Human Capital Trends

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Experten von Deloitte haben wieder ihren jährlichen Trendbericht veröffentlicht. Dieses Mal unter dem wohlklingenden Titel „Leading the social enterprise“: „A social enterprise is an organization whose mission combines revenue growth and profit-making with the need to respect and support its environment and stakeholder network.“ Der Titel ist wie immer ein kleines Kunstwerk: unscharf, ambitioniert und idealistisch. Aber das nur fürs Protokoll. Es folgen 10 Trends, die aus über 10.000 Rückmeldungen von Teilnehmern aus 119 Ländern gefiltert wurden. 

Die Trends wurden dieses Jahr in drei Kategorien geordnet: „Future of the workforce“, „future of the organization“ und „future of HR“. Dort findet sich auch das Kapitel, „Learning in the flow of life“, das ich mir näher angeschaut habe. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass Lernen alle zwei Jahre bei den Befragungen bzw. in dem, was der Trendbericht aus ihnen macht, eine herausragende Rolle spielt. In diesem Jahr war es offensichtlich wieder so weit: „Our top-rated trend for 2019 is the need to improve learning and development (L&D). Eighty-six percent of respondents to our global survey rated this issue important or very important, with only 10 percent of respondents feeling “very ready” to address it.“

Das Kleingedruckte dieses Kapitels ist dann etwas weniger spektakulär und differenziert, als es einzelne Artikel von Josh Bersin sind, der ja die Bildungs-Themen bei Deloitte „füttert“. Wir finden den bekannten Veränderungensdruck auf Jobs und Tätigkeiten und die damit verbundenen Anforderungen an ein kontiniuerliches „reskilling“ und „upskilling“. Dann die Integration von Arbeiten und Lernen, die im Trendbericht sogar mit einem neuen Kunstwort hervorgehoben wird („… perhaps combining development and work into “devwork”). Und schließlich entdecken die Autoren das lebenslange Lernen, „learning into the flow of life“. Es ist übrigens die einzige Stelle, an der ein Bogen zu einer konkreten Lerntechnologie, den „learning experience platforms (LXPs)“, gespannt wird. 

Es gibt schließlich noch drei kurze Empfehlungen. Zwei lenken die  Aufmerksamkeit noch einmal auf das arbeitsintegrierte und personalisierte Lernen. Und eine schließlich holt auch die Teams ins Boot: „Integrate learning with the work of teams as well as individuals.“ Eine interessante, kurze Wendung. Ich bin gespannt, ob hier in nächster Zeit noch weitere Empfehlungen, Ideen und Beispiele folgen.

Wie immer, das noch zum Abschluss, ist der Report in verschiedenen Formaten und Medien aufbereitet: vom gesamten Bericht (112 S.), über einzelne Kapitel bis zu kurzen animierten Summaries.
Deloitte, April 2019 

 

18Apr/19

#NewsEcho: EFI-Schwerpunktstudie „Digitalisierung der Hochschulen“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Eine Nachricht aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, um diese im aktuellen hochschulischen und politischen Kontext besser verstehen und einordnen zu können – genau diesen Ansatz verfolgt unser neues Format „NewsEcho“. In dieser Ausgabe wird anhand von Pressemitteilungen, Blogbeiträgen sowie Interviews versucht, die Quintessenz der im Februar 2019 herausgebrachten Studie zur „Digitalisierung der Hochschulen“ zu erfassen.

16Apr/19

Was Überwachung mit unseren Kindern macht

Quelle: Dotcom-Blog Autor: gibro

Kennt ihr Elfcams? Das sind Pseudo-Kameras, die sich als “Augen der Elfen” in Kinderzimmern tarnen. Den Kindern wird erzählt, die Elfe passt auf, dass sich das Kind auch brav verhält, wenn nicht wird dem Weihnachtsmann Bericht erstattet. Natürlich ist es keine echte Kamera , sondern nur eine Attrappe, aber die Kinder glauben daran und halten es für eine gute Sache, solange die Weihnachtsgeschenke entsprechend ausfallen.

Eine Kamera, die nur so tut, als sei sie eine Kamera, aber eigentlich genau den gleichen Effekt hat, wie eine richtige Kamera. Die Suche nach Kamera-Attrappen bei Amazon führte zu 2000 Ergebnissen. Das scheint also auch bei Erwachsenen Menschen prima zu funktionieren.

Wie Überwachungskameras wirken können wir an diesem Beispiel sehr schön nachvollziehen: Es ist weniger ein technische Lösung, als vielmehr ein verhaltenspsychologisches Phänomen. Menschen verhalten sich anders, wenn sie das Gefühl haben, überwacht zu werden. Sie verhalten sich so, wie sie glauben, dass es von Ihnen erwartet wird, sich zu verhalten.

Damit wird alles impulsive, alles kreative, alles disruptive, aber natürlich auch alles delinquente unterdrückt. In dem ein oder anderen Fall sicherlich bewusst, in den allermeisten Fällen aber vollkommen unbewusst. Überwachung lässt uns bestimmte Verhaltensweisen vergessen. Je früher wir damit anfangen Menschen Überwachungssystemen auszusetzen, um so unbewusster adaptieren wir scheinbar gewünschte Verhaltensweisen.

Mit der Elfcam verhält es sich wie mit dem Panoptikum. Es handelt sich um ein Konzept für den modernen Gefängnisbau. Auch in Fabriken, so ist in der Wikipedia zu lesen, lassen sich architektonische Konstruktionen finden, bei denen ein Einzelner Viele überwachen kann. Es beruht auf der Ungewissheit, ob man gerade überwacht wird oder nicht. Diese Ungewissheit lässt uns so verhalten, als würden wir dauerhaft beobachtet werden.

Kinder werden umgeben mit Überwachung. Selbst “Helikopter-Eltern” legen viel Wert darauf, dass die Kinder niemals ohne ihr Handy aus dem Haus gehen. Nicht nur damit man sie erreichen kann, sondern auch, damit man zu jedem Zeitpunkt weiß, wo sie gerade sind. Sie werden schon früh für Überwachung desensibilisiert und kennen natürlich die Möglichkeiten, mit denen Überwachung ausgeübt wird. Sie verhalten sich deshalb so, wie es ihre Eltern von ihnen erwarten.

Überwachung nehmen Sie selten als unangenehm wahr, denn schließlich wollen wir Eltern nur das beste: Sicher zu sein, dass es ihnen gut geht. Wir sind schließlich verantwortlich. Wo wir auch schon bei der anderen Seite der Medaille sind. Überwachung passiert nicht nur durch Google und Amazon oder den Staat, sondern vor allem in der Familie. Ja, wir nennen es Sicherheit, aber die Grenzen sind fließend. Also sollten wir auch ein wenig vor der eigenen Haustüre kehren. Je mehr überwachungsfreie Räume wir für unsere Kinder schaffen, in dem wir deutlich machen, wann wir sie überwachen und wann nicht, um so eher werden sie sich nicht damit abfinden überwacht zu werden und um so unangepasster werden sie.

Sprecht mit euren Kindern und ihr werdet überrascht sein, wie gut sie das Konzept Überwachung internalisiert haben, weil es ihr Standardzustand ist und wie wichtig ihnen ihre Privatsphäre ist. Die verschlossenen Türen, die ab einem bestimmten Alter für den “elternfreien” Raum sorgen, die WhatsApp Chats, die sie nicht mehr vorlegen wollen. Es ist ein furchtbarer Widerspruch, der Teil dieser Welt geworden ist, in der wir mit Überwachung leben müssen und gleichzeitig die physische Privatsphäre zu schützen versuchen.